Innerhalb der queeren Kulturtradition hat sich ab dem 20. Jahrhundert ein subversiver religionskritischer Diskurs etabliert, der sich vor allem durch seine Ambivalenz auszeichnet. Camilo Del Valle, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FAU Erlangen-Nürnberg, vergleicht die ästhetischen Strategien, auf die der Kolumbianer Fernando Vallejo und der Österreicher Josef Winkler hierfür rekurrieren.
Interview: Stefanie Mayer
Schnitt: Mariana Arrién
Zum Weiterlesen: Queeres Schreiben im Katholizismus. Religionskritik im Frühwerk Fernando Vallejos und Josef Winklers (2022)
Kassenschlager und Klassiker wie Game of Thrones, Star Wars und Indiana Jones haben sich für spanische Drehorte entschieden. Ralf Junkerjürgen, Professor für Romanische Kulturwissenschaft an der Universität Regensburg, erzählt, wie seine Reisen zu den Film-Locations seinen medienanalytischen Blick weiten und schärfen.
Interview: Teresa Hiergeist
Schnitt: Mariana Arrién
Spanische Filme des 20. Jahrhunderts in Einzeldarstellungen
Klassiker des französischen Films in Einzeldarstellungen
Instagram: On Location Spain
Neoliberale Tendenzen, die Wirtschaftskrise 2008 und zuletzt die Covid-Krise haben im Gegenwartsfrankreich für eine Verstärkung der sozialen Ungleichheit und eine zunehmende Prekarität der Beschäftigungsverhältnisse gesorgt. Befristete Verträge, Leiharbeit, erzwungene Teilzeitarbeit und Lohnkürzungen sind für zahlreiche Arbeitende zur Normalität geworden. Kein Wunder, dass auch Gegenwartsfilme dieses Thema aufgreifen, um dazu Position zu beziehen. Antonia Scheuringer, Studentin der Romanistik Wien, hat in einer Seminararbeit die Darstellung der Prekarität in En Guerre (2018) von Stéphane Brizé untersucht und berichtet von ihren Ergebnissen.
Interview: Stefanie Mayer
Schnitt: Mariana Arrién
Zum Weiterlesen: Précarité. Littérature et cinéma de la crise au XXIe siècle
Trailer zum Film En Guerre
Weiter Filme zum Thema Arbeitsplatzprekarität:
Jean-Pierre/Luc Dardenne: Deux jours une nuit (2014)
Gustave Kervern: Louise Michel (2008)
Sie fungieren als Mittlerinnen zwischen Leben und Tod, Natur und Gesellschaft, Magie und Medizin und treten als Zeuginnen für Recht und Unrecht auf. Sabrina Grohsebner, Doktorandin an der Romanistik Wien, führt uns ein in die Welt der Hebammen im frühneuzeitlichen Spanien und legt dabei den Fokus auf die Frage, welche kulturellen Zuschreibungen und Funktionen die Hände der Hebamme haben.
Interview: Christina Wieder
Schnitt: Mariana Arrién
Mehr über Hebammen im Siglo de oro im Artikel ‚[Threads of Life. The Golden Age Midwife admidst Closs, Tissue and Antique Deities of Fate]'(http://journals.univie.ac.at/index.php/adv/article/view/6175/6033)
Sabrinas Forschung ist Teil des FWF-Projekts ‚The Interpretation of Childbirth in Early Modern Spain‚
Jean-Pierre Melville hat mit seiner spezifischen Ästhetik den film noir entscheidend geprägt und ist im Zuge des Revivals des Genres seit den 1990er Jahren zur Kultfigur und zur Inspiration des zeitgenössischen Kinos geworden. Höchste Zeit, findet Anna Platzgummer, Studierende der Universität Wien, unter die Lupe zu nehmen, in welchen Filmen er seine Spuren hinterlassen hat…
Interview: Christina Wieder
Schnitt: Mariana Arrién
Der Trailer zum Film Le samourai (1967)
Wie viel Melville steckt im Kino von Tarantino, den Coen-Brüdern oder John Woo? Zum weiterlesen:
Andrew Spicer: „The Angel of Death. Targeting the Hitman“, in: Bran Nicol/ Eugene McNulty/ Patricia Pulham (Hrsg.): Crime Culture. Figuring Crime in Fiction and Film, London: Continuum, 2001, S. 155–174