In dieser Folge spricht Olivia Poppe, Doktorandin an der University of California, Berkeley, über Léa Mysius’ Film Les Cinq Diables (F, 2022). Sie erklärt im Gespräch mit Flori Haack, inwiefern olfaktorische Rekonfigurationen in dem Film zu der Konstruktion eines queeren filmischen Raumes beitragen.
Interview: Flori Haack
Schnitt: Judith Wimmer
In dieser Folge geht es um Joan Olivers katalanische Version von Pygmalion (1957), die das Stück von George Bernard Shaw aus dem London der Jahrhundertwende ins Barcelona der 1950er Jahre verlegt. Die Übersetzungswissenschaftlerin Dr. Mar Mañes Bordes, Lektorin an der Universität des Saarlandes, erläutert, wie Oliver durch gezielte sprachliche, kulturelle und strukturelle Eingriffe eine funktionale Übersetzung schafft, die soziale Unterschiede und sprachliche Machtverhältnisse im katalanischen Kontext neu verhandelt. Diskutiert wird insbesondere, wie diese Eingriffe zu bewerten sind: als freie Adaptation oder als funktionale Übersetzung.
Interview: Julia Waygand
Schnitt: Julia Waygand
Zum Weiterlesen:
Mañes-Bordes, Mar. (2016). Joan Oliver: traductor. Estudi de l’adaptació lliure de Pygmalion de G.B. Shaw.
https://www.researchgate.net/publication/334001088JoanOlivertraductorEstudidel’adaptaciolliuredePygmaliondeGBShaw
Spanien entwirft sich in den 1960er Jahren im Zuge von wirtschaftlichem Aufschwung und touristischer Öffnung als modernes Land neu. Gerade die mediale Selbstdarstellung in Fernsehen und Radio spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Dr. Lucia Filipova, Absolventin der Universität Wien, hat in ihrem PhD-Projekt an der Princeton University erforscht, welche Rolle Kinderstars wie Marisol für den Entwurf des neuen Spanienbilds spielen, behandelt deren öffentliche Auftritte als kulturelles Handeln an der Schnittstelle von propagandistischen, wirtschaftlichen und populärkulturellen Interessen, und illustriert die diskursive Verflechtung von Vorstellungen von Gesellschaft und Kindheit.
Interview: Teresa Hiergeist
Schnitt: Judith Wimmer
Zur Masterarbeit von Lucía Filipova (2016) zur spanischen Gegenwartsserie
En este episodio Néstor Espitia nos habla de las conexiones profundas entre la poesía marginal de Helí Ramírez y el cine social de Víctor Gaviria. Mediante una lectura intertextual e intermedial, se analiza cómo la sensibilidad poética de Ramírez dejó una huella decisiva en la estética, los temas y la mirada cinematográfica de Gaviria, marcando el origen de uno de los proyectos más influyentes del cine colombiano.
Interview: Judith Wimmer
Schnitt: Judith Wimmer
Um 1900 hat das Sprechen über die adäquate Bildung der Kinder in Frankreich und Spanien Konjunktur. Dieses diskursive Interesse an der Schule ist – egal, von welchem Standpunkt aus es formuliert ist – konsequent an Reflexionen über die ideale Verfasstheit von Gesellschaft und staatlicher Organisation geknüpft. Alles, was mit dieser zusammenhängt, ist mithin eine hochgradig politische Angelegenheit, welche die öffentliche Aufmerksamkeit in Zeiten moderner Ausdifferenzierung und Destabilisierung in besonderer Weise zu bündeln vermag. Teresa Hiergeist, Professorin für französische und spanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Wien, rekonstruiert Machtkämpfe und identitäre Verhandlungen, die in faktualen und fiktionalen Texten über Schule ausgetragen werden sowie deren Zusammenhang mit damaligen Konstruktionen eines idealen Gemeinwesens.
Interview: Judith Wimmer
Schnitt: Judith Wimmer
Zur Monographie Der Staat im Kleinen. Imaginationen von Schule als Gesellschaftsutopie
in Frankreich und Spanien um 1900
Weitere Artikel von Teresa Hiergeist zum Thema:
„Inferno Eliteinternat. Zur Amoral der Bildungsbürgerlichkeit in Octave Mirbeaus Sébastien Roch“
„Récolution. Sur la négociation de l’éducation communarde dans La Commune de Malenpis (1874) d’André Léo„