Serien sind ein bevorzugtes Medium, um marginalisierte Identitäten zu
erforschen, wie zum Beispiel die LGBTI-Community. Im
französischsprachigen Raum ist Féminin/féminin ein gutes Beispiel dafür:
Anhand von Frauenfiguren, die sich in Montreal bewegen, hinterfragt die
Regisseurin Chloé Robichaud unsere Vorstellungen von zeitgenössischen
queeren Weiblichkeiten. Charlotte Kaiser, wissenschaftliche
Mitarbeiterin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, erklärt,
inwiefern die Arbeit der Regisseurin sowohl unsere Vorstellungen als
auch die Frage des feministischen, lesbischen und queeren Aktivismus
hinterfragt und wie wichtig es ist, Leben zu dokumentieren, die heute
noch marginalisiert und diskriminiert werden.
Interview: Alex Lachkar
Schnitt: Mariana Arrién
Zur Monographie: Charlotte Kaiser, Agentivité queer. Une
conceptualisation transdisciplinaire de féminités queer dans le film et
le militantisme à Montréal et à Berlin, Würzburg, Königshausen und
Neumann, 2023.