Theatertexte und Traktate stellten im Zeitalter des Barocks gleichermaßen Gattungen und Orte der Aushandlung gesellschaftlicher Verhaltensregeln dar. Jenny Augustin, Post-Doc am Institut für Romanistik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, untersucht in ihrem Habilitationsprojekt, wie sich in spanischen und französischen Texten der Epoche transkulturelle Formen gesellschaftlichen Wandels und der damit einhergehenden Verhaltensideale lesen lassen – und beleuchtet dabei Fragen, wie etwa warum Don Juan in Frankreich ganz anders küsste als in Spanien.
Interview: Benjamin Loy
Schnitt: Mariana Arrién
Der gelesene und besprochen Ausschnitt stammt aus Ana Caro: Valor, agravio y mujer, hg. v. Lola Luna, Madrid: Castalia 1993, vv. 1166-1175.
Der Link zur im Interview genannten Ausstellung „Tan sabia como valerosa“ (2020)